Sachsen im „local heroes“-Bundesfinale 2019: „Emerge“ sorgen für Kontrastprogramm


Die Leipziger Band „Emerge“ will gemeinsam mit ihrem Publikum aus dem „Schatten des Alltags“ ausbrechen. Das dürfte ihnen in Salzwedel gelungen sein. (Foto: Christoph Eisenmenger / Aktion Musik • local heroes e.V.) am 9. November brachten insgesamt 15 Newcomer-Acts aus ganz Deutschland beim „local heroes“-Bundesfinale die Bühne im Kulturhaus von Salzwedel zum Beben. Mit dabei waren auch die Landesfinalisten aus Sachsen „Emerge“. Die drei jungen Leute aus Leipzig gingen mit Startnummer elf ins Rennen.


„Wir kreieren eine düstere Atmosphäre mit einer gewissen Distanz zum Publikum, die ein Gefühl von Spannung erzeugt“, kündigten „Emerge“ schon vor dem Bundesfinale an. Phillip, Timo und Wolf würden bei ihren Auftritten „so wenig wie möglich und so viel wie nötig“ sprechen, um genau diese Atmosphäre aufrecht zu erhalten und die Musik sprechen zu lassen. „Wir können also ein atmosphärisches Kontrastprogramm bieten. Trotzdem bringen wir die Leute dazu, Spaß zu haben, loszulassen und sich den Zweifeln hinzugeben, die sie jeden Tag umtreibt“, so ihre Überzeugung.

In Salzwedel lösten sie nun ihr Versprechen ein. Mit den Worten „The Room is on Fire“ kündigte Moderator Dennis Depta die drei Leipziger Jungs an. Und tatsächlich glich ihr Sound einem Donner, der Tote weckte – genau das Richtige um 22:30 Uhr. Entsprechend lebhaft ging es im Publikum zu, das durch den gitarrenlastigen Sound der Band ordentlich durchgeschüttelt wurde. Dabei punktete das Trio auch mit seiner Ausstrahlung: Die sympathischen Jungs von Nebenan, die mit ihrer Musik für eine ordentliche Eskalation sorgen.

Konzentration auf das Wesentlichste

„Wir legen bei unserer Musik Wert darauf, dass sie interessant und ausgefeilt ist, aber trotzdem zugänglich“, erklären sie das, was nun auch das Salzwedeler Publikum erleben durfte. „Wenn wir Songs schreiben, achten wir auf die Details. Aber am Wichtigsten ist immer, ob das Feeling des Songs stimmt, und der Song überhaupt zu uns passt. Wir wollen ein vielseitiges Programm schaffen, das aber trotzdem einen musikalischen Zusammenhang erkennen lässt“. Dabei versuchen sich „Emerge“ auf das Wesentliche zu konzentrieren: Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang – und vielleicht ein paar elektronische Elemente, die sie vor Kurzem für sich entdeckt haben.

Inhaltlich sind „Emerge“ hingegen deutlich breiter aufgestellt. Sie bewegen sich „von gesellschaftskritischen Punkten bis hin zu der Reflexion eigener Gedanken und Gefühle“. „Wir beschäftigen uns mit der schmerzenden Wahrheit, die wir oft zu vertuschen versuchen, und die wehtut“, erklären die Drei. „Die Inspiration kommt von Beobachtungen im täglichen Leben, eigenen Erfahrungen und tiefer Selbstreflexion. Das sind die Dinge, die uns sehr beschäftigen, und die raus müssen. Genau das tun wir mit der Musik.“

„local heroes“ – hier geht es nicht um Profit

„Local heroes“ haben die jungen Leute übrigens schon länger „auf dem Schirm“. 2018, kurz nach der Gründung der Band, seien sie bei einem Landesfinal-Konzert gewesen. „Wir waren ziemlich überwältigt von der Stimmung und den Bands, die dort spielten, und nahmen uns vor, es im nächsten Jahr auch zu probieren“, erinnern sie sich zurück. „Dadurch kamen wir zum „Bandclash“. Für uns war es schon sehr aufregend, mal im Landesfinale in der Halle D des „Werk 2“ in Leipzig spielen zu können. Dann auch noch bis ins Deutschlandfinale zu kommen, war einfach Wahnsinn.“ In der Zeit nach dem Landesfinale hätten sie viel über die Band nachgedacht und sich vor allem mit den Dingen beschäftigt, die nicht direkt etwas mit dem Musikmachen zu tun hätten. Daneben hätten sie fleißig an neuen Songs gefeilt. „Auch das Coaching, das wir durch den Bandclash-Sieg erhalten haben, hat uns weitergebracht und geholfen, uns als Band musikalisch sowie organisatorisch weiterzuentwickeln.“

Worauf werden Publikum und Jury bei ihrer Beurteilung wohl Wert legen? Für „Emerge“ war klar: Der Fokus liegt auf Songwriting, Performance und Image. „In erster Linie müssen die Songs und die Performance gut sein. Das ist die Grundlage für einen guten Gig. Wenn das Image bzw. das Gefühl, das von der Band auf das Publikum übergeht, zu den anderen beiden Kriterien passt, dann ist der Gig wohl perfekt. Für uns sind auf jeden Fall diese drei Kriterien entscheidend, um bei einem Gig zu überzeugen.“ Das klingt, wie ein Rat von „alten Hasen“ – und das ist er in gewisser Weise auch. Denn „Emerge“ sind erfahren, was Bandwettbewerbe betrifft. So positiv wie bei „local heroes“ waren die Erfahrungen bislang jedoch nirgends: „Bei keinem war das Gefühl des gegenseitigen Supports, sowohl zwischen den Bands als auch zwischen Bands und Publikum, so groß. Es ging nicht um Geld oder Profit, sondern wirklich darum, Bands zu fördern und voranzubringen. Trotzdem waren die Locations ausverkauft. Daneben gab es interessante und lehrreiche Workshops, die viele Gesichtspunkte von dem ‘Drumherum‘ einer Band beleuchtet haben.“ Sie jedenfalls seien froh, dabei gewesen zu sein und viel in dieser Zeit gelernt zu haben.

„local heroes“ stärkt die Motivation

Noch wenige Stunden vor ihrem Auftritt in Salzwedel waren sie der Meinung, dass das bisher schönste Ereignis ihrer bisherigen Bandgeschichte der Sieg beim Bandclash-Landesfinale in Leipzig gewesen sei. Vor allem, weil sie „niemals gedacht hätten soweit zu kommen“. In der freien Hansestadt wollten sie nun einfach einen „geilen Abend“ mit vielen neuen Musikerkollegen erleben, eine „super Show“ abliefern, um das Publikum zu überzeugen und auch neue Fans zu gewinnen. Nach den eindrucksvollen Erlebnissen während des Bundesfinales dürften sie diese Einschätzung nun revidieren und der „extreme Motivationsschub“ des Landesfinales noch einmal neue Kraft bekommen haben.

Auch unter Musikern gilt: Nach dem Gig ist vor dem Gig. Doch es brauche „kontinuierliches und strukturiertes Engagement“, um in der Szene bestehen zu können, so die Überzeugung von „Emerge“. „Man muss als Band in erster Linie voll hinter dem stehen, was man tut und was man will. Dann braucht man einen Plan, den man verfolgt“. Außerdem sei Organisation ein ganz wichtiger Punkt. An diesem hätten sie in letzter Zeit viel gearbeitet. Doch das sei gleichzeitig auch ein Prozess, der ständig weitergehe. „Es gibt nie die perfekte Lösung, die immer funktioniert. Wichtig ist auf jeden Fall: immer nach vorn schauen und aus Fehlern lernen.“

In Zukunft möchte die Band sich zunächst darauf konzentrieren, eine lokale Fanbase aufzubauen und den Fokus daraufsetzen, live unterwegs zu sein. Gerne möchten sie die Region außerhalb Leipzigs erkunden und mehr Konzerte im Umland spielen. „Außerdem wird es nächstes Jahr auch einen neuen Release geben.“ Dass das nicht einfach werden könnte, dessen sind sie sich wohl bewusst. Das Problem ist, dass es immer schwieriger wird, als neue Band zu ‘überleben‘ und sich voll auf die Musik zu konzentrieren. Zu groß ist die Unsicherheit, am Ende nichts ‘in der Hand zu haben‘." Die Gründung von Bands und das Zusammenbringen von Musikern, besonders von jungen Leuten, sollte deshalb stärker gefördert werden. „Contests wie der ‚Bandclash‘ tun dies in gewisser Weise auch. Vor allem in Leipzig gibt es Locations wie die ‘Villa‘, die junge Leute zum Musikmachen bringt. So etwas sollte stärker unterstützt werden.“

Die gewonnenen Titel im Überblick:
Beste/r Vokalist/in: Marcus Lifke, Fin Dawson (Schleswig-Holstein)
Beste/r Instrumentalist/in: Florian-Michel Huwe, The Deaf Kings (Berlin)
1. Platz Jury: Me On Monday (Thüringen)
2. Platz Jury: Feathers and Greed (Niedersachsen)
3. Platz Jury: The Deaf Kings (Berlin)
1. Platz Publikum: Federhall (Sachsen-Anhalt)
2. Platz Publikum: On Our Own (Bremen)
3. Platz Publikum: Feathers and Greed (Niedersachsen)
Zweitstimmensieger: Me On Monday (Thüringen)
 
Hier die Teilnehmer des Bundesfinales 2019 in der Übersicht:
Federhall: Sachsen-Anhalt
Mischa: Baden-Württemberg
Betamensch: Bayern
The Deaf Kings: Berlin
Vor Rotterdam: Brandenburg
On Our Own: Bremen
Darcy’s Fault: Hessen
Animal’s Secret: Mecklenburg-Vorpommern
Feathers and Greed: Niedersachsen
Mother: Saarland
Heartfield: Nordrhein-Westfalen
Modeste: Rheinland-Pfalz
Emerge: Sachsen
Fin Dawson: Schleswig-Holstein
Me On Monday: Thüringen
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The T.C.H.I.K.: Special Guest

Infos zum Projekt: www.local-heroes.de

Das Projekt "local heroes" wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt, Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, die Landeshauptstadt Magdeburg, die Kloster Bergesche Stiftung, den Altmarkkreis Salzwedel und die Hansestadt Salzwedel. Es wird finanziell unterstützt durch die Sparkasse Altmark West sowie den Ostdeutschen Sparkassenverband und IMG Stageline.

PM (Lina Burghausen - Local Heroes Deutschland

Local Heroes - nach dem Auftritt ist vor der Entscheidung - Sachsen überzeugt mit handgemachter straighter Musik

Die Zeit vergeht bis zu Auftritt kaum und dann kommt das Atrenalin. Set aufbauen, in sich gehen und die Technik durchgehen. Emerge kurz vor Beginn in ihres Auftritts.

Sachsen steht dieses Jahr für straighten Sound mit coolen Jungs, die ihr Instrument lieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Phillip (Gitarre/Gesang), Timo (Schlagzeug), Wolf (Bass) und eine menge Wucht auf der Bühne.


Emerge is on stage!!

Local Heroes Deutschlandfinale läuft, Sachsen mit guten Chancen

Das Deutschlandfinale des Local Heroes läuft!!! Aus der ganzen Region Deutschlands treffen sich die besten Bands der jeweiligen Bundesländer, (Hamburg ist dieses Jahr nicht dabei). 15 Top Bands und eine davon ist Emerge aus Sachsen. Spielzeit ist 22:30 Uhr Band Nummer 10 von 15 an diesem Abend.

Die Jungs haben eine kleine Reise auf sich genommen und gehen locker ins heutige Rennen. 01:00 standen sie noch in der Leipziger KulturLounge und veröffentlichten ihre erste Ep. 09:00 Uhr ging es weiter Richtung Salzwedel, erst Workshops und dann warten auf das große Konzert. Druck ist bei den Jungs nicht zu spüren, sie sind froh ein Teil der Bands an diesem Abend zu sein.

Mit dabei :

MISCHA (Baden-Württemberg)
BETAMENSCH (Bayern)
The Deaf Kings (Berlin)
Vor Rotterdam (Brandenburg)
On Our Own (Bremen)
Darcy's Fault (Hessen)
Animal's Secret (Mecklenburg-Vorpommern)
Feathers and Greed (Niedersachsen)
Heartfield (Nordrhein-Westfalen)
Modeste (Rheinland-Pfalz)
Mother (Saarland)
Emerge (Sachsen)
Federhall (Sachsen-Anhalt)
Fin Dawson (Schleswig-Holstein)
Me On Monday (Thüringen)

15 geile, neue Newcomer aus Deutschland präsentieren sich im Bundesfinale und spielen um den wichtigsten Non-Profit-Musikpreis der Nation

Was kann man gewinnen?

Der eigentliche Gewinn ist die Möglichkeit, seine Musik einem größeren Publikum live zu präsentieren. Darüber hinaus werden wir in den Regionalfinals in Leipzig und Dresden euch einen großen Support geben so das ihr euch als Headliner des Abends fühlen werdet.

Die sechs besten Bands werden nicht leer ausgehen: Sie erhalten Equipment aus dem Bereich der Musikelektronik. Dem Sieger winkt eine Tonstudioaufnahme für ihre Promoarbeit und natürlich die Trophäe der besten Nachwuchsband Sachsens.

Vorwort

Im Zeichen der Kunst steht das Wirken des Projektes „Band Clash - back to school“. Junge Menschen, verbunden aus der Notwendigkeit heraus, sich und anderen eine Plattform für ihre künstlerischen Ausdrucksformen zu schaffen und dies mit besonderem Blick für das vielfältige und noch im Wachsen begriffene Potential einer neuen Generation.

Schüler und Studenten werden ermutigt, ihren Weg zur eigenen, künstlerischen Identität zu entdecken und zu beschreiten. Verborgene Talente finden und fördern, ihnen eine Möglichkeit zur Präsentation bieten. Kreative Freiräume für neue Ideen und ungewöhnliche Wege eröffnen und dabei die Begegnung und den Austausch mit dem schöpferischen Geist anderer anregen.

Jugendliche und junge Erwachsene sollen zusammengeführt und im gemeinsamen, künstlerischen Wirken verbunden werden. Es finden all jene junge Menschen Unterstützung, die auf der Suche nach einem Raum zur Entfaltung ihrer musikalischen Schaffenskraft sind.

Der Bandclash

Hauptanliegen des Projekts ist die Unterstützung und Förderung junger Nachwuchsmusiker und die Präsentation jungen künstlerischen Potentials in der Öffentlichkeit.

Hierzu sollen insbesondere  Nachwuchsmusiker im Alter von 14-24 Jahren von Oberschulen, Förderschulen,  Gymnasien und beruflichen Schulen aus dem gesamten Land Sachsen angesprochen und zur Teilnahme an einem Bandwettbewerb im Vorfeld der Hauptveranstaltung „Band Clash - back to school“ motiviert werden.

Ein facettenreiches Bewerberfeld, das Gruppen aus vielen verschiedenen Musikrichtungen präsentiert, ist erwünscht.

Und was kommt danach?

Natürlich können wir den Finalisten oder den Sieger-Bands von BandClash - back to school keine erfolgreiche Karriere garantieren, aber wir arbeiten daran, dass nach dem Finale nicht die große Leere kommt. Dafür sorgt allein schon die umfassende Medienpräsenz dieses besonderen Wettbewerbs.

Wir fangen bewusst auch gar nicht erst an mit Versprechungen von Plattenverträgen und ähnlichen Dingen.

Denn genau in diesem Punkt unterscheidet sich der Band Clash von anderen Contests & Castings: Wir schließen mit den Bands keinerlei Verträge ab, wollen auch nicht deren Copyrights haben, sondern wünschen ihnen nur, dass sie sich in Ruhe weiterentwickeln können. Natürlich werden wir laufend über den Fortgang der Band Clash-Aktivitäten und eventuelle Erfolge der Teilnehmer berichten.